Fußball Ecuador

Federación Ecuatoriana de Fútbol (Ecuafútbol, FEF)

logo fußballverband ecuador
Gründung: 1925
FIFA-Beitritt: 1926
CONMEBOL-Beitritt: 1927
Präsident: Luis Chiriboga Acosta
Offizielle Website: www.ecuafutbol.org
infomail: fef@gye.satnet.net
Sitz:
Federación Ecuatoriana de Fútbol
Avenida las Aguas y Alianzia Autop. Duranboliche Km5 Cdla. Centro Vial 3er V. 3 P.O. Box 09-01-7447 GUAYAQUIL 593
Telefon: +593-42/880 610
Fax: +593-42/880 615

Geschichte des Fußballs in Ecuador

Die Geschichte des Fußballs in Ecuador nahm ihren Anfang in Guayaquil. Kurz vor Beginn des 20. Jahrhunderts brachten Söhne gut situierter Familien der Hafenstadt, die ihre höheren Studien in England absolviert hatten, ihre Leidenschaft für englische Sportarten mit nach Ecuador. Von dieser Gruppe junger Studenten gelten heute die Brüder Juan Alfredo und Roberto Wright als Gründerväter des Fußballs in Ecuador.


Am 23. April 1899 wurde der Guayaquil Sport Club ins Leben gerufen, zu dessen Aktivitäten neben zahlreichen Sportarten auch der Fußball gehörte. Schon bald kam es zu weiteren Vereinsgründungen (Club Sport Ecuador, Asociación de Empleados, Libertador Bolívar u.a.) und die ersten Fussballspiele wurden ausgetragen.
Nur wenige Jahre später entstanden auch in der Hauptstadt Quito die ersten Vereine (1906: Olmedo, Gladiador u.a.).


Ab 1922 formierten sich regionale Sportverbände(u.a.: Federación Deportiva del Guayas, FDG), die jeweils eigene Fussball-Meisterschaften ausrichteten. Den ersten offiziellen Meistertitel der Provinz Guayas (Guayaquil) gewann "Racing", während sich in der Provinz Pichincha (Quito) "Gladiador" den Titel holte.


Drei Jahre später wurde der nationale Sportverband Federación Deportiva Nacional del Ecuador gegründet, dessen Fussballabteilung 1926 der FIFA beitrat und 1927 Mitglied der CONMEBOL wurde. Dennoch gab es auch weiterhin keine landesweit einheitliche Meisterschaft, sondern es blieb bei den regionalen Meisterschaftsturnieren auf Amateurebene.

Beginn des Profifußballs

Im Jahre 1953 entschlossen sich die bedeutendsten Fussballvereine der Provinz Guayas aus dem regionalen Sportverband FDG auszutreten und einen eigenständigen Fussballverband zu gründen (Asociación de Fútbol de Guayas). Dieses Ereignis markierte den Beginn des Profifußballs in Ecuador. Im Jahre 1954 folgten die Vereine Quitos diesem Beispiel und gründeten die Asociación de Fútbol No Amateur de Pichincha.

 

Gründung des Campeonato Nacional de Fútbol

Wenige Jahre später kommt es 1957 zu einem ersten landesweiten Meisterschaftsturnier, unter dem Namen Campeonato Nacional de Fútbol, an dem vier Vereine (Emelec, Barcelona, Deportivo Quito und Aucas) teilnahmen. Diese 4 Mannschaften waren die Meister und Vizemeister der Regionalmeisterschaften der Provinzen Guayas und Pichincha. Den ersten offiziellen Landesmeistertitel sicherte sich Emelec de Guayaquil. Das Modell eines Meisters für Gesamt-Ecuador wurde lediglich ins Leben gerufen, um sich mit dem kolumbianischen Meister zu messen.

In den zwei Folgejahren wurde von diesem Modell wieder Abstand genommen und man beschränkte sich auf die Regionalmeisterschaften. Ab 1960 wurde die Meisterschaft für das gesamte Land erneut eingeführt und wird seitdem regelmäßig jährlich ausgetragen. Zunächst nahmen an der Meisterschaft lediglich 8 Mannschaften teil, nämlich die jeweils vier besten Teams der Regionen Guayas und Pichincha.

Im Laufe der Sechziger- und Siebzigerjahre stießen auch Vereine aus anderen Regionen des Landes hinzu. Die Zahl der teilnehmen Vereine wechselte in der Folgezeit etliche Male. Zuletzt wurde sie 2008 auf 12 Klubs festgesetzt.

Einführung von Apertura & Clausura

Im Jahr 2005 wurde die Saison wie in vielen Ländern Lateinamerikas in Apertura und Clausura Turnieren aufgeteilt, so auch in Ecuador. Es blieb dies jedoch das einzige Jahr, in dem der Gewinn eines der beiden Turniere als offizieller Landesmeistertitel galt. Seit 2006 gibt es wieder nur einen Meister pro Jahr, der im Anschluss an die beiden Meisterschaftsrunden in einer Liguilla (“kleine Liga”) ermittelt wird.

 

Gründung der Federación Ecuatoriana de Fútbol (F.E.F)

Im Jahre 1967 wurde der Fussball aus dem Nationalen Sportverband ausgegliedert und die Asociación Ecuatoriana de Fútbol gegründet. Nach strukturellen Reformmaßnahmen wurde sie 1978 in Federación Ecuatoriana de Fútbol, F.E.F umbenannt. Unter diesem Namen agiert sie bis heute.

Nationalmannschaft

Das erste Spiel der ecuadorianischen Nationalmannschaft datiert aus dem Jahr 1938. Im Rahmen der ersten Bolivarianischen Spiele traf man am 8. August in Bogota, Kolumbien auf die Auswahl Boliviens und trennte sich 1:1.
Die erste WM-Teilnahme gelang 2002. Bereits 1930 war Ecuador zur WM in Uruguay eingeladen gewesen, doch hatte man aufgrund der hohen finanziellen Kosten abgelehnt. Für die WM 2006 in Deutschland konnte sich Ecuador relativ problemlos qualifizieren und anschliessend bis in das Achtelfinale vordringen. Derzeit gilt die ecuadorianische Nationalelf als eines der stärksten Teams Südamerikas. Im Jahr 2007 gewann die Auswahl die Goldmedaille bei den Panamerikanischen Spielen in Rio de Janeiro.

 

Quellen: F.E.F. -ecuafutbol.org

Rivalitäten

Der populärste Verein in Ecuador ist Barcelona gefolgt von Emelec und Liga de Quito. Die Rivalität zwischen Barcelona und Emelec ist in etwa vergleichbar mit derjenigen zwischen dem BVB und S04. Emelec war Firmenmannschaft der ecuadorianischen Energiegesellschaft, weshalb der Klub auch “El Bombillo” (Die Glühbirne) und die Spieler “Los Eléctricos” (Die Elektrischen) genannt werden. Barcelona heisst und trägt das selbe Wappen wie das katalanische Barca, weil die Gründer Barca-Fans waren.
 
Der Militärverein El Nacional verzichtet vollkommen auf Ausländer. Espoli (EScuela POLIcial) ist ein Polizeiverein mit Sitz in Quito, der seine Spielstätte nahezu jedes Jahr woandershin verlegt.
Neben der Rivalität zwischen den Vereinen ein und derselben Stadt gibt es auch eine ausgeprägte Rivalität zwischen Vereinen der tropischen Küsten- (Costa) und der andinen Hochgebirgsregion, die ein Spiegelbild noch immer existierender gesellschaftlicher Differenzen zwischen den Bewohner beider Regionen ist. Während Letztere ihre Landmänner von der tropischen Küstenregion gerne als Monos (Affen) bezeichnen, werden sie im Gegenzug despektierlich als indios tituliert.

Der prozentuale Anteil von Spielern aus der afro-amerikanischen Bevölkerung ist im Fussball (50%) sehr hoch im Verhältnis zum Anteil an der gesamten Bevölkerungszahl (<10%). Viele von ihnen kommen aus dem Chota-Tal (4 Stunden nördlich von Quito) oder Esmeraldas (Nordküste); Gebiete, die zu den ärmsten des Landes gehören und fast nur von Nachfahren afrikanischer Sklaven bewohnt werden. Während diese im Alltag noch immer benachteiligt werden, haben sie eine großen Anteil, an den jüngsten Erfolgen der Fussball-Nationalmannschaft Ecuadors.
 

Sonstiges:

Im Jahr 2000 gewann mit Olmedo zum ersten Mal ein Verein den nationalen Meistertitel, der nicht aus einer der beiden Metropolen Quito oder Guayaquil kam.
 
Bereits 1971 wurde die 2. Liga (Serie B) gegründet und das Ein- und Aufstiegssystem eingeführt. Von 2003 bis 2009 wurden sowohl Serie A als auch Serie B von einem Brauereiunternehmen gesponsert.

- Stadien sortiert nach Städten -

Ambato -
Estadio Bellavista
Kapazität: 20.000
Eröffnung: 24.7.1945
Eigentümer: Federación Deportiva de Tungurahua (Regionalverband)
Nutzer: Macará, Técnico Universitario, Tungurahua SC
Besondere Veranstaltungen: Copa América 1993

Archidona -
Estadio de Archidona
Kapazität: 2.000
Azogues -
Estadio Municipal Jorge Andrade Cantos
Kapazität: 13.000
Eröffnung: 1982
Nutzer: Deportivo Azogues
Sontiges: 2008 wurde das Stadion von 10.000 auf 13.000 Plätze ausgebaut

 
Estadio Federativo
Kapazität: 3.400
Babahoyo -
Estadio Rafael Vera Yépez
Kapazität: 11.000
Nutzer: Venecia
Bahía de Caraquez -
Estadio Los Caras
Kapazität: ?
Estadio Heracledes Marin
Kapazität: ?
Nutzer: Bahía de Caraquez
Calceta (Bolívar) -
Estadio Politécnico
Kapazität: ?
Nutzer: Politécnico
Cañar -
Estadio Municipal 26 de Enero
Kapazität: 7.000
Eröffnung: 1988
Nutzer: Municipal Cañar, El Tambo
Cayambe -
Estadio Guillermo Albornoz
Kapazität: 12.000
Eröffnung: 2005 renoviert
Nutzer: Cuniburo FC


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Estadio Gilberto Rueda
Kapazität: 3.600


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Chimbo -
Estadio Municipal Puyahuata
Kapazität: ?
Nutzer: Río Chimbo, UniBolívar
Chone -
Estadio Los Chonanas
Kapazität: 3.000
Nutzer: Grecia

Cuenca -
Estadio Alejandro Serrano Aguilar
Kapazität: 22.000
Eröffnung: 3.11.1945 (1971 renoviert)
Eigentümer: Federación Deportiva del Azuay (Regionalverband), Municipio de Cuenca (Stadt Cuenca) und Deportivo Cuenca
Nutzer: Deportivo Cuenca, LDU Cuenca, Estrella Roja, Tecni Club
Besondere Veranstaltungen: Copa América 1993
Sonstiges: trägt den Namen des ehemaligen Bürgermeisters Cuencas und Präsidenten von Deportivo Cuenca

Cumbayá -
Estadio Francisco Reinoso
Kapazität: 5.000

Esmeraldas -
Estadio Folke Anderson
Kapazität: 16.000
Nutzer: Esmeraldas Petrolero, Atlético Valencia, Atacames SC, Esmeraldas SC

- Guaranda -
Estadio Fede. Bolívar (Humberdina)
Kapazität: ?
Nutzer: Río Chimbo, UniBolívar
- Guayaquil -
Estadio George Capwell
Kapazität: 32.000
Eröffnet: 21. 10. 1945
Renoviert: 1991, 1999, 2006 (Erweiterung auf 45.000 Zuschauer geplant)
Feldgröße: 105 x 68 m
Eigentümer: CS Emelec
Nutzer: CS Emelec
Besondere Veranstaltungen: Copa América 1993
Trivia: benannt nach dem ehemaligen Präsidenten der Emprese Eléctrica del Ecuador George Capwell


Estadio Modelo Alberto Spencer
Nick: "El Coloso de Las Américas"
Kapazität: 48.780
Eröffnung: 24. 07. 1959
Feldmaße: 105.30x72.28 m
Eigentümerin: Fedeguayas (Regionalverband Guayas)
Nutzerin: Fedeguayas
Besondere Veranstaltungen: Copa América 1993
Sonstiges: trägt den Namen des nationalen Fußball-Idols "Cabeza Mágica" Alberto Spencer

Estadio Monumental Banco Pichincha
(auch: Estadio Monumental Isidro Romero Carbo)
Kapazität: 89.930
Eröffnet: 27. 12. 1987
Eröffnungsspiel: Barcelona SC - Barcelona FC (ESP) 0:1
Renoviert: 1994
Architekt: Ricardo Mortola
Baukosten 70.000.000 USD
Feldgröße: 108 x 70 m
Eigentümer: Barcelona SC
Nutzer: Barcelona SC
Besondere Veranstaltungen: Copa América 1993 (Finale)
Sonstiges: Das Monumental trägt seit 02. 01. 2008 für 4 Jahre den Sponsornamen einer Bank.
Zitat Pelé: "Se o Maracanã é o maior estádio do mundo, Monumental é um dos mais belos do mundo".
(Bericht von Auquista in Arbeit)

Google-Maps-Satellitenbild Estadio Monumental Isidro Romero Carbo

Estadio Alejandro Ponce Noboa de Fertisa
Kapazität: 10.000 (ehemals 50.000)
Nutzer: 9 de Octubre, CS Patria, Club de Deportes Paladín
Estadio Complejo la Cemento
Kapazität: ?
Nutzer: Rocafuerte FC
Estadio La Fortaleza
Kapazität: ?
Nutzer: River Plate 

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Estadio Yeyo Uruga
Kapazität: 6.000

(direkt neben dem Baseballstadion, das ebenfalls den Namen Yeyo Uruga heißt)

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Ibarra -
Estadio Olímpico de Ibarra
Kapazität: 17.500
Nutzer: Imbabura SC, Teodoro Gomez de la Torre
Latacunga -
Estadio La Cocha
Kapazität: 15.200
Eröffnung: 1982
Nutzer: Espoli, Deportivo Saquisilí, Ramon Barba Naranjo, U.T.E. Cotopaxi
Loja -
Estadio Nacional Reina del Cisne
Kapazität: 14.935
Nutzer: LDU Loja, JVC FC, U.T. de Loja

Macas -
Estadio Tito M. Navarrete
Kapazität: 4.000
Machachi -
Estadio El Chan
Kapazität: 4.000
Nutzer: Club Chile, Real Madrid FC

Machala -
Estadio 9 de Mayo
Kapazität: 16.500
Nutzer: Atlético Audaz Octubrino, Fuerza Amarilla SC

Manta -
Estadio Jocay
Kapazität: 15.000
Eröffnung: 1962
Nutzer: Manta FC, Delfín SC
Milagro -
Estadio Los Chirijos
Kapazität: 10.000
Nutzer: Milagro SC
Nueva Loja -
Estadio Carlos Vernaza
Kapazität: 2.000
Nutzer: Caribe Jr., Racing Jr.

Pelileo -
Estadio Ciudad Pelileo
Kapazität: ?
Nutzer: Pelileo SC
Portoviejo -
Estadio Reales Tamarindos
Kapazität: 18.000
Architekt: Ricardo Mórtula di Puglia
Kosten: 2,5 Mio $
Nutzer: LDU Portoviejo
Eigentümer: Federación Deportiva de Manabí (Regionalverband)
Besondere Veranstaltungen: Copa América 1993

Puyo -
Estadio Victor Hugo Georgis
Kapazität: 4.000
Nutzer: L.D. Juvenil, Morona, Cumandá
Quevedo -
Estadio 7 de Octubre
Kapazität: 16.000
Nutzer: Deportivo Quevedo
Quinindé (Rosa Zárate) -
Estadio Pascual Mina
Kapazität: 4.000
Nutzer: Brasilia, UD Juvenil
Quito -
Estadio Olímpico Atahualpa
Kapazität: 39.816
Eröffnung: 1951
Nutzer: El Nacional, Deportivo Quito, Católica, Nationalmannschaft
Eigentümer: Concentración Deportiva de Pichincha (Regionalverband)
Besondere Veranstaltungen: Copa América 1993
Sonstiges: 2005 wurde die Haupttribüne mit neuen farbigen Sitzschalen bestückt, was die Kapazität von 45.000 auf 39.816 reduzierte

Estadio Casa Blanca
Nick: Ponciano
Kapazität: 55.400
Eröffnung: 6.3.1997
Architekt: Ricardo Mortola
Kosten: 16 Mio.
Feldgröße: 105 x 68 m
Nutzer: LDU Quito
Eigentümer: LDU Quito
Estadio Chillogallo
Nick: la caldera del sur
Kapazität: 22.000
Eröffnung: 1991
Nutzer: S.D. Aucas Quito
Eigentümer: S.D. Aucas Quito
Estadio César Espinoza

Kapazität: 15.000
Eröffnung: 1958
Estadio Liga Parroquial de Nayon

Kapazität: ?
Nutzer: U.T.E.

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Estadio La Armenia

Kapazität: 1.000


 
Riobamba -
Estadio Olímpico de Riobamba
Kapazität: 18.000
Eröffnung: 14.3.1926, 1973 renoviert
Feldgröße: 100 x 66 m
Nutzer: Olmedo, Star Club
Eigentümer: Federación Deportiva de Chimborazo (Regionalverband)

Estadio Yaruquies
Nutzer: Atlético Universitario, Pastaza Moto Club
Sangolquí -
Estadio Rumiñahui
Kapazität: 6.000
Nutzer: Independiente José Terán del Valle
Santo Domingo de los Colorados -
Estadio Etho Vega
Kapazität: 6.000
Nutzer: Águilas, Santo Domingo
Tena -
Estadio Leonardo Palacios
Kapazität: 4.000
Tulcán -
Estadio Olímpico de Tulcán
Kapazität: 8.000

Vinces -
Estadio El Sol
Kapazität: 4.000
Eröffnung: 2003
Nutzer: Santa Rita
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