Aus für Leonel Álvarez

13.12.2011 - Kommt Gómez zurück?

Leonel Álvarez ist nicht länger Trainer der kolumbianischen Nationalmannschaft. Dies verkündete Verbandspräsident Luis Bedoya am Dienstagabend.

von Christian Piarowski

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Leonel Álvarez ist nicht länger Trainer der kolumbianischen Nationalmannschaft. Dies verkündete Verbandspräsident Luis Bedoya am Dienstagabend und nannte als Grund die schlechten Ergebnisse in den letzten WM-Quali-Spielen. Ein Nachfolger steht noch nicht fest, in der Presse werden klangvolle Namen gehandelt: Gareca, Falcioni, Bauza y Scolari.

 

Zweifelhaft, dass es schließlich einer von ihnen wird, doch geht die Tendenz klar zu einem  erfahrenen ausländischen Coaches. Staatschef Santos lies verlauten, dass man dies keinesweg ausschließlich sollte. Die Rückkehr von "Bolillo" Gómez gilt dagegen als unwahrscheinlich, wenngleich nicht unmöglich. Gómez hatte mit der Auswahl bei der Copa America im Juli überzeugt. Vor allem das Spiel gegen Argentinien, bei dem die cafeteros klar dominierten, hatte viele im Land illusioniert.

 

Doch Gómez schoß sich selbst ab, als er sich im August in einen handfesten Skandal verzettelte und bei einem Barbesuch eine Frau tätlich angriff. Der unerfahrene Álvarez trat die Nachfolge an, stand aber vor allem aufgrund seiner konfusen Nominierungen und taktischen Marschrouten schnell unter Kritik. Der Auftakt der WM-Quali in Bolivien gelang noch in letzter Minute, doch die beiden Heimspiele mit der 1:2 Pleite gegen Argentinien, bei der die Führung noch vergeigt wurde, vor allem aber das magere 1:1 gegen den unbeliebten Rivalen aus dem Nachbarland brachen ihm letztlich das Genick.

Die jüngsten Entwicklungen um die Nationalmannschaft bringen nun zunehmend auch Verbandspräsidenten Bedoya in Bedrängnis. Die Euphorie und Hoffnung bezüglich der WM 2014 jedenfalls scheinen vorerst verflogen.