Barcelona mit Stadionsperre bestraft

24.02.2010 - Nach Vorfällen am Wochenende

Wie jedes Jahr sorgen auch 2010 Barcelona-Fans für eine Stadionsperre. Im Schnitt passiert dies drei- bis viermal im Jahr.

von Dennis Lumme

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Wie jedes Jahr sorgen auch 2010 Barcelona-Fans für eine Stadionsperre. Im Schnitt passiert dies drei- bis viermal im Jahr.

 

Im Spiel gegen Independiente José Terán warfen einige Fans von Barcelona Gegenstände aufs Spielfeld, was zu einer erneuten Stadionsperre für den Verein führte. Bekannt sind die Barcelonistas dafür, nicht nur Bierbecher, Feuerzeuge oder Früchte aufs Spielfeld zu werfen, sondern auch dafür, Zementbrocken aus dem Stadion herauszutreten und diese dann wahlweise auf Schiedsrichter, gegnerische Spieler, oder bevorzugt, auf rivalisierende Barras zu werfen. Dabei wird auch nicht davor zurückgeschreckt, den Wurfarm zu trainieren, wenn sich Frauen und Kinder im Publikum befinden.

 

Selten passiert so etwas im heimischen Monumental, meißtens jedoch auswärts und am wahrscheinlichsten bei Auswärtsspielen in Quito. Da Barcelona im ganzen Land Fans hat, sind sie die Mannschaft mit den meisten "Auswärtsfahrern", bzw. die Mannschaft, die den Gästeblock stets gut besetzt, auch wenn die "Gäste" in der jeweiligen Stadt wohnen.

 

Neue Heimat Quito

Der Verein ist es daher gewohnt, pro Saison ca. drei Heimspiele in einem anderen Stadion spielen zu müssen. Das Modelo in Guayaquíl kommt dafür selten in Frage, so dass man meistens nach Machala ausweicht, quasi Stamm-Ausweich-Stadion für Barcelona. Man ist auch schon nach Santo Domingo oder diverse Male nach Manabí ausgewichen, um den dort lebenden Barcelonistas ein Geschenk zu machen. Dieses Mal versucht die Vereinsführung, das Spiel gegen Olmedo jedoch nicht nach Machala, sondern nach Quito zu legen, da man diese Saison ja das Experiment wagt, in Quito zu trainieren. Somit wäre dies logistisch einfacher. Außerdem ist ein Auswärtsspiel in Quito immer auch ein Heimspiel, da es genügend Barcelonistas in Quito gibt. Der Heimvorteil bleibt quasi bestehen. Man verhandelt mit Catolica ein Doblete im Atahualpa zu veranstalten (Barcelona - Olmedo; Catolica - Macará)

 

Liga - Splitter:

Independiente José Terán hat die Zusage vom Ligaverband, die Heimspiele gegen kleinere Teams im eigenen Stadion spielen zu dürfen. Gegen größere Teams wie Barcelona, Liga, Emelec muss dagegen ein sicheres Stadion bezogen werden. Je nach Gegner wäre dies dann das Chillogallo von Aucas, oder wie im Fall des letzten Wochenendes im Spiel gegen Barcelona das Atahualpa, im Doblete mit El Nacional gegen Católica.

 

Segundo Matamba, bei Barcelona aussortiert und vom Hof gejagt, verklagt Barcelona und wechselt zu José Terán.

 

Danner Pachi kehrt nach Ecuador zurück und spielt nun für Espoli. Der Bolivianer ging von Portoviejo eigentlich zu Blooming zurück in die Heimat, konnte das Angebot von Espoli aber nicht ausschlagen.

 

Fernando "el Chiqui" Guerrero kehrt zurück zu José Terán und hakt damit einen weiteren Europaversuch ab. Nach Real Madrid versuchte er sich zuletzt beim FC Burnley.

 

Ligas Neuverpflichtung Miguel Bravo wird an Olmedo ausgeliehen.