1. Fußball-Liga - Ecuador - Campeonato Nacional - Serie A

Verantwortlich für die Copa CREDIFE: Redakteur Dennis aka Auquista

- Ligaporträt -

Modus

Liga-Modus

Die einjährige Meisterschaftssaison der 1. Liga Ecuadors (Campeonato Nacional - Copa Credife - Serie A) wird innerhalb eines Kalenderjahres ausgespielt und ist aufgeteilt in 3 Etappen.

 

1° Etapa

In der ersten Etapa spielen alle 12 Teams der ersten Liga in Hin- und Rückspiel gegeneinander (22 Spieltage). Die ersten 4 der Abschlußtabelle qualifizieren sich für die etapa final (3. Etapa) und erhalten je nach Platzierung 3,2,1 bzw. 0 Punkte Bonus.

 

2° Etapa

In der zweiten Etapa wird die Liga anhand der Tabelle der ersten Etapa in 2 Gruppen á 6 Teams aufgeteilt. Dabei dürfen pro Gruppe aber nur 2 Teams aus dem Bundesland Pichincha, und jeweils 1 Team aus Guayas, Tungurahua, Manabí und Azuay/Chimborazo vorkommen. So will man verhindern, dass sich die Gruppen zu sehr auf einzelne Gebiete konzentrieren und sich evtl. Lokalrivalen gegenseitig eliminieren. Beide Gruppen sind so über ganz Ecuador verteilt und spielen Hin- und Rückspiele. Danach gibt es jedoch Gruppen übergreifend eine Runde "Clásicos". Hierbei treffen die Lokalrivalen aufeinander, die vorher extra in verschiedene Gruppen verteilt wurden. Die Treffen stehen schon fest.

 

Die Clásicos:

Barcelona : Emelec (Guayas-Duell)

Técnico : Macará (Ambato-Duell)

Olmedo : Cuenca (Azuay/Chimborazo-Duell)

Portoviejo : Manta (Manabí-Duell)

Nacional : Espoli (Pichincha-Duell)

LDU : Deportivo Quito (Pichincha-Duell)

 

Alle Clásicos werden in Hin- und Rückspiel definiert und fliessen, obwohl Gruppen übergreifend, in die Gruppentabellen ein. Aus den einzelnen Gruppen qualifizieren sich die jeweils ersten 2 Teams ebenfalls neben den ersten 4 der ersten Etapa für die Etapa final. Die jeweils ersten bekommen 1 Bonuspunkt, die zweiten keinen. Sollte sich eine oder mehrere Mannschaften in beiden Etapas qualifizieren, rückt eine Mannschaft aus der Gesamttabelle aus erster und zweiter Etapa (tabla accumulada) nach. Ebenfalls aus der Gesamttabelle ergeben sich die 2 Absteiger.

 

Etapa Final

In der dritten Etapa (Etapa final) befinden sich nun die 8 qualifizierten Teams aus der ersten und zweiten Etapa (bzw. Gesamttabelle). Diese 8 Teams werden anhand von einer Tabelle (erstellt nach den erhaltenen Bonuspunkten) in 2 Gruppen eingeteilt. Gruppe A aus 1., 4., 5. und 8.; Gruppe B aus 2., 3., 6. und 7. dieser Bonustabelle. In den Gruppen wird jeweils Hin und Rückspiel ausgetragen. Die 2 Gruppenersten spielen unter sich in Hin- und Rückspiel die Meisterschaft aus und sind beide direkt für die Copa Libertadores qualifiziert. Der dritte Copa Platz wird unter den Gruppenzweiten ebenfalls in Hin und Rückspiel ausgespielt.


Ausländer-Regelung:

Jeder Verein darf bis zu 4 Ausländer im Kader stehen haben. Auf dem Feld dürfen gleichzeitig nur 3 ausländische Spieler stehen.

 

Jugendspieler:

Jeder Verein muss pro Spieltag einem Jugendspieler (U-19) mind. 45. Minuten Spielzeit gewähren.
Geschichte

Geschichte des Fußballs in Ecuador

Die Geschichte des Fußballs in Ecuador nahm ihren Anfang in Guayaquil. Kurz vor Beginn des 20. Jahrhunderts brachten Söhne gut situierter Familien der Hafenstadt, die ihre höheren Studien in England absolviert hatten, ihre Leidenschaft für englische Sportarten mit nach Ecuador. Von dieser Gruppe junger Studenten gelten heute die Brüder Juan Alfredo und Roberto Wright als Gründerväter des Fußballs in Ecuador.


Am 23. April 1899 wurde der Guayaquil Sport Club ins Leben gerufen, zu dessen Aktivitäten neben zahlreichen Sportarten auch der Fußball gehörte. Schon bald kam es zu weiteren Vereinsgründungen (Club Sport Ecuador, Asociación de Empleados, Libertador Bolívar u.a.) und die ersten Fussballspiele wurden ausgetragen.
Nur wenige Jahre später entstanden auch in der Hauptstadt Quito die ersten Vereine (1906: Olmedo, Gladiador u.a.).


Ab 1922 formierten sich regionale Sportverbände(u.a.: Federación Deportiva del Guayas, FDG), die jeweils eigene Fussball-Meisterschaften ausrichteten. Den ersten offiziellen Meistertitel der Provinz Guayas (Guayaquil) gewann "Racing", während sich in der Provinz Pichincha (Quito) "Gladiador" den Titel holte.


Drei Jahre später wurde der nationale Sportverband Federación Deportiva Nacional del Ecuador gegründet, dessen Fussballabteilung 1926 der FIFA beitrat und 1927 Mitglied der CONMEBOL wurde. Dennoch gab es auch weiterhin keine landesweit einheitliche Meisterschaft, sondern es blieb bei den regionalen Meisterschaftsturnieren auf Amateurebene.

Beginn des Profifußballs

Im Jahre 1953 entschlossen sich die bedeutendsten Fussballvereine der Provinz Guayas aus dem regionalen Sportverband FDG auszutreten und einen eigenständigen Fussballverband zu gründen (Asociación de Fútbol de Guayas). Dieses Ereignis markierte den Beginn des Profifußballs in Ecuador. Im Jahre 1954 folgten die Vereine Quitos diesem Beispiel und gründeten die Asociación de Fútbol No Amateur de Pichincha.

 

Gründung des Campeonato Nacional de Fútbol

Wenige Jahre später kommt es 1957 zu einem ersten landesweiten Meisterschaftsturnier, unter dem Namen Campeonato Nacional de Fútbol, an dem vier Vereine (Emelec, Barcelona, Deportivo Quito und Aucas) teilnahmen. Diese 4 Mannschaften waren die Meister und Vizemeister der Regionalmeisterschaften der Provinzen Guayas und Pichincha. Den ersten offiziellen Landesmeistertitel sicherte sich Emelec de Guayaquil. Das Modell eines Meisters für Gesamt-Ecuador wurde lediglich ins Leben gerufen, um sich mit dem kolumbianischen Meister zu messen.

In den zwei Folgejahren wurde von diesem Modell wieder Abstand genommen und man beschränkte sich auf die Regionalmeisterschaften. Ab 1960 wurde die Meisterschaft für das gesamte Land erneut eingeführt und wird seitdem regelmäßig jährlich ausgetragen. Zunächst nahmen an der Meisterschaft lediglich 8 Mannschaften teil, nämlich die jeweils vier besten Teams der Regionen Guayas und Pichincha.

Im Laufe der Sechziger- und Siebzigerjahre stießen auch Vereine aus anderen Regionen des Landes hinzu. Die Zahl der teilnehmen Vereine wechselte in der Folgezeit etliche Male. Zuletzt wurde sie 2008 auf 12 Klubs festgesetzt.

Einführung von Apertura & Clausura

Im Jahr 2005 wurde die Saison wie in vielen Ländern Lateinamerikas in Apertura und Clausura Turnieren aufgeteilt, so auch in Ecuador. Es blieb dies jedoch das einzige Jahr, in dem der Gewinn eines der beiden Turniere als offizieller Landesmeistertitel galt. Seit 2006 gibt es wieder nur einen Meister pro Jahr, der im Anschluss an die beiden Meisterschaftsrunden in einer Liguilla (“kleine Liga”) ermittelt wird.

 

Gründung der Federación Ecuatoriana de Fútbol (F.E.F)

Im Jahre 1967 wurde der Fussball aus dem Nationalen Sportverband ausgegliedert und die Asociación Ecuatoriana de Fútbol gegründet. Nach strukturellen Reformmaßnahmen wurde sie 1978 in Federación Ecuatoriana de Fútbol, F.E.F umbenannt. Unter diesem Namen agiert sie bis heute.

Nationalmannschaft

Das erste Spiel der ecuadorianischen Nationalmannschaft datiert aus dem Jahr 1938. Im Rahmen der ersten Bolivarianischen Spiele traf man am 8. August in Bogota, Kolumbien auf die Auswahl Boliviens und trennte sich 1:1.
Die erste WM-Teilnahme gelang 2002. Bereits 1930 war Ecuador zur WM in Uruguay eingeladen gewesen, doch hatte man aufgrund der hohen finanziellen Kosten abgelehnt. Für die WM 2006 in Deutschland konnte sich Ecuador relativ problemlos qualifizieren und anschliessend bis in das Achtelfinale vordringen. Derzeit gilt die ecuadorianische Nationalelf als eines der stärksten Teams Südamerikas. Im Jahr 2007 gewann die Auswahl die Goldmedaille bei den Panamerikanischen Spielen in Rio de Janeiro.

 

Quellen: F.E.F. -ecuafutbol.org

Wissenswertes

Rivalitäten

Der populärste Verein in Ecuador ist Barcelona gefolgt von Emelec und Liga de Quito. Die Rivalität zwischen Barcelona und Emelec ist in etwa vergleichbar mit derjenigen zwischen dem BVB und S04. Emelec war Firmenmannschaft der ecuadorianischen Energiegesellschaft, weshalb der Klub auch “El Bombillo” (Die Glühbirne) und die Spieler “Los Eléctricos” (Die Elektrischen) genannt werden. Barcelona heisst und trägt das selbe Wappen wie das katalanische Barca, weil die Gründer Barca-Fans waren.

Der Militärverein El Nacional verzichtet vollkommen auf Ausländer. Espoli (EScuela POLIcial) ist ein Polizeiverein mit Sitz in Quito, der seine Spielstätte nahezu jedes Jahr woandershin verlegt.
Neben der Rivalität zwischen den Vereinen ein und derselben Stadt gibt es auch eine ausgeprägte Rivalität zwischen Vereinen der tropischen Küsten- (Costa) und der andinen Hochgebirgsregion, die ein Spiegelbild noch immer existierender gesellschaftlicher Differenzen zwischen den Bewohner beider Regionen ist. Während Letztere ihre Landmänner von der tropischen Küstenregion gerne als Monos (Affen) bezeichnen, werden sie im Gegenzug despektierlich als indios tituliert.
Der prozentuale Anteil von Spielern aus der afro-amerikanischen Bevölkerung ist im Fussball (50%) sehr hoch im Verhältnis zum Anteil an der gesamten Bevölkerungszahl (<10%). Viele von ihnen kommen aus dem Chota-Tal (4 Stunden nördlich von Quito) oder Esmeraldas (Nordküste); Gebiete, die zu den ärmsten des Landes gehören und fast nur von Nachfahren afrikanischer Sklaven bewohnt werden. Während diese im Alltag noch immer benachteiligt werden, haben sie eine großen Anteil, an den jüngsten Erfolgen der Fussball-Nationalmannschaft Ecuadors.

Sonstiges:

Im Jahr 2000 gewann mit Olmedo zum ersten Mal ein Verein den nationalen Meistertitel, der nicht aus einer der beiden Metropolen Quito oder Guayaquil kam.

Bereits 1971 wurde die 2. Liga (Serie B) gegründet und das Ein- und Aufstiegssystem eingeführt. Von 2003 bis 2009 wurden sowohl Serie A als auch Serie B von einem Brauereiunternehmen gesponsert.

Vereinskarte - 1. Fußball-Liga Ecuador - 2010

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