30 Spiele ohne eigenes Stadion

16.12.2009 - Nach Randalen

Das brasilianische Sportgericht belegte den Verein Coritiba FC mit einer Stadionsperre von 30 Pflichtspielen und einer Geldstrafe von 350.000 US-Dollar aufgrund der schweren Randale im Stadion Couto Pereira am letzten Spieltag der Serie A. Hunderte Anhänger hatten...

von Christian Piarowski

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Das brasilianische Sportgericht belegte den Verein Coritiba FC mit einer Stadionsperre von 30 Pflichtspielen und einer Geldstrafe von 350.000 US-Dollar aufgrund der schweren Randale im Stadion Couto Pereira am letzten Spieltag der Serie A. Hunderte Anhänger hatten das Stadion verwüstet, als nach dem 1:1 der Abstieg des Klubs in die Serie B feststand. Dabei kam es zu Dutzenden Verletzten.

 

Es ist die höchste je verhängte Strafe dieser Art in Brasilien. Der Verband (CBF) will insbesondere mit Hinblick auf die WM 2014 ein Exempel statuieren, damit sich derartige Negativschlagzeilen nicht mehr wiederholen. Das hohe Strafmaß wurde damit begründet, dass der Verein bereits vor dem Spiel von möglichen Ausschreitungen erfahren hatte und dennoch nicht genügend Sicherheitsvorkehrungen traf. Die Torcida des Absteigers hatte angekündigt, das Stadion zu verwüsten, selbst wenn der Klassenerhalt geschafft werden sollte.

 

Zudem wurde Coritibas Sicherheitschef Oswaldo Dietrich für 720 Tage suspendiert. Dietrich wurde dabei gefilmt, wie er inmitten der Randale auf einen Fan eintritt und einen Betreuer Fluminenses handgreiflich attackiert.

 

Die Polizei hat mittlerweile 20 Randalierer festgenommen, die anhand von Videomaterial überführt werden konnten.