Racing mit Stadionsperre belegt

28.03.2008 - Primera A

Nach den Ausschreitungen am letzten Spieltag hat die Coprosede am Dienstag Racing mit einer Stadionsperre von einem Spiel belegt. Die nächste Partie am Freitag...

von Christian Piarowski

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Nach den Ausschreitungen am letzten Spieltag hat die Coprosede am Dienstag Racing mit einer Stadionsperre von einem Spiel belegt. Die nächste Partie am Freitag (28.03.08) gegen San Martín (SJ) muss der Verein im Stadion von Lanús unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen. Die Sperre wird zudem verlängert, wenn die Vereinsführung von Racing Club bis zum nächsten Heimspieltag nicht mehrere Auflagen erfüllt. Außerdem muss "La Academia" mit einem Punktabzug rechnen, was den abstiegsbedrohten Verein in arge Bedrängnis bringen könnte. Fans von Racing hatten am letzten Spieltag beim Heimspiel gegen Estudiantes beim Stande von 1:2 für einen Spielabbruch gesorgt. Sie feuerten Feuerwerkskörper ab und hatten versucht, das Spielfeld zu stürmen. Unter der Woche nahmen etwa 1.700 Fans an einer öffentlichen Demonstration gegen Blanquiceleste teil, bei der sie bis vor den Kongress zogen. Sie forderten den Rückzug des Unternehmens aus der Vereinsführung. Blanquiceleste S.A. hatte im Jahr 2000 den Verein übernommen; Racing wurde damit der erste von einem Unternehmen geführte Klub.

Die Fans Racings haben sich bereits seit längerem mit Blanquiceleste überworfen. Sie geben dem Konsortium die Schuld an der katastrophalen sportlichen Lage und bezichtigen sie unsauberer Wirtschaftsführung. Viel Kredit bei den Fans verlor Blanquiceleste, da sie das Estadio Perón ausgerechnet an den Erzrivalen Independiente vermieten, während dieser auf die Fertigstellung des eigenen Stadionumbaus wartet. Nach dem Tod von Emanuel Alvarez, der vor dem Spiel San Lorenzo - Velez Sarsfield erschossen worden war, verfolge die Polizei nach eigenen Angaben zwar eine heiße Spur, genaueres ließ sie aber nicht vernehmen. Ausgeschlossen wurde jedoch, dass es sich um eine Auseinandersetzung zwischen den barrabravas beider Vereine gehandelt habe. Emanuel Alvarez wurde vergangene Woche beigesetzt. Die Gerüchte über die möglichen Täter sprudeln derweil munter weiter. Konsequenzen für den Ligabetrieb wird es jedoch nach einer ersten Stellungsnahme der AFA zufolge vorerst keine geben.
Quellen: La Nacion, Diario Ole, afa.org.ar