Weniger Stehplätze zur neuen Saison

09.07.2008 - Primera A

Für die neue Saison müssen die Vereine der Primera A das Kontingent an Sitzplätzen weiter ausbauen bzw. die Stehplatzbereiche reduzieren, andernfalls drohen Stadionsperren. Diese Anordnung der...

von Christian Piarowski

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Für die neue Saison müssen die Vereine der Primera A das Kontingent an Sitzplätzen weiter ausbauen bzw. die Stehplatzbereiche reduzieren, andernfalls drohen Stadionsperren.
Diese Anordnung der Sicherheitskommission für Fußballveranstaltungen (Subsecretaría de Seguridad en Espectáculos Futbolísticos - Subsef) besteht schon länger. Sie war eine Reaktion auf die schweren Fankrawalle beim Spiel Boca Juniors gegen Chacarita Juniors im Jahr 2003. Ursprünglich sollten bis zum 31. 12. 2007 alle Stadien mit einer Kapazität von über 15.000 ausschließlich Sitzplatzbereiche vorweisen. Da die Vereine der Anordnung jedoch nur zögerlich nachgekommen waren, war die Frist um ein halbes Jahr verlängert worden. Allerdings verstrich auch die erste Hälfte des Jahres ohne Resultat. Nun drohte die Subsef, die Stadien sperren zu lassen, die zum Saisonbeginn der Apertura nicht die Auflagen erfüllen würden.

Im Schnitt bestehen die Stadien die 1. Liga mittlerweile zu 80% aus Sitzplatzbereichen. (Zum Großteil werden die Nummerierungen und "Sitze" schlicht auf den Betonstufen markiert.) Nun sollen also auch die restlichen 20% verschwinden. Allerdings wurde aus dem Umfeld der Subsef bekannt, dass die Vereine, die bis zum Start der neuen Saison im August wenigstens die Hälfte der Vorgaben erfüllten, für die Umwandlung der restlichen Bereiche bis zum Jahresende Zeit hätten. Das würde bedeuten, dass in der Apertura noch etwa 10% der Stadionkapazitäten als Stehplätze übrig blieben.
Die Argumentation zugunsten der reinen Sitzplatzstadien ist bekannt: angeblich sei nachgewiesen, dass wenn die Zuschauer sitzen, sie weniger aggressiv reagierten, Sicherheit und Komfort würden durch die Maßnahme erhöht.

Obwohl die Vorstände der Klubs sich öffentlich über diese Anweisung wenig erfreut zeigten, haben bisher lediglich Vertreter von San Lorenzo und Huracán das Gespräch mit der Subsef gesucht.

Quelle: diario óle